Zündquellenvermeidung für reaktionsfähige Stoffe

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Zündquellenvermeidung: Die oberste Pflicht für Betreiber nach BetrSichV

In industriellen Umgebungen, in denen brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube auftreten können, ist der Explosionsschutz von entscheidender Bedeutung. Zwar klingt das Prinzip der Zündquellenvermeidung auf den ersten Blick einfach – doch in der Praxis gilt: Zündquellen lassen sich in den meisten Prozessen nicht vollständig ausschließen. Menschliche Eingriffe, Bedienfehler, unvorhersehbare Abläufe oder mechanische Funkenbildung durch Reibung gehören zu den häufigsten Ursachen, die eine theoretisch zündquellenfreie Umgebung schnell zunichtemachen können.

Können wirksame Zündquellen erfolgreich ausgeschlossen werden?

Bei mechanischen Arbeitsvorgängen, wie Schleifen oder teilgeschlossenen Prozessen wie Mischen, Rühren, Mahlen oder Zerkleinern kann es jederzeit zu Funken, elektrostatischen Entladungen oder mechanisch erzeugten Zündquellen kommen. Sobald solche Risiken bestehen, ist der Einsatz konstruktiver Explosionsschutzmaßnahmen zwingend erforderlich.

Aus diesem Grund ist die Vermeidung einer explosionsfähigen Atmosphäre nur in wenigen, eindeutig definierten Prozessen eine realistische und sichere Option. Zündquellenfreie Absauganlagen sind daher nur dann geeignet, wenn der Betreiber zweifelsfrei sicherstellen kann, dass im gesamten Prozessablauf kein Auftreten wirksamer Zündquellen möglich ist oder keine explosionsfähige Atmosphäre entstehen kann. Dies ist etwa bei vollständig geschlossenen und reproduzierbaren Vorgängen ohne mechanische Einflüsse der Fall. Ein Beispiel ist das Umfüllen oder Dosieren von pulverförmigen Stoffen.

LET®meschede unterstützt Betreiber dabei, das richtige Schutzkonzept zu wählen, Ihre Anlagen sicher zu gestalten und die strengen gesetzlichen Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie der ATEX-Richtlinien zu erfüllen.

Zündquellenvermeidung: Kernstrategie im sekundären Explosionsschutz

Wir setzen bei der Auslegung Ihrer Systeme auf eine konsequente Umsetzung dieser Hierarchie. Wenn primäre Ex-Schutzmaßnahmen – also das Verhindern der Bildung einer gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre (g.e.A.) durch Absaugung und Abscheidung – an ihre Grenzen stoßen, greift der sekundäre Explosionsschutz mit der gezielten Zündquellenvermeidung.

Das Zusammenspiel: Primär- und Sekundärschutz

Primäre Maßnahmen, wie leistungsstarke Absauganlagen, reduzieren die Konzentration brennbarer Stäube oder Dämpfe im Arbeitsbereich weit unter die Explosionsgrenze (UEG). Ist eine gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre jedoch unter bestimmten Betriebsbedingungen oder bei Störungen nicht gänzlich auszuschließen, ist die Vermeidung wirksamer Zündquellen die nächste, unverzichtbare Verteidigungslinie.

Effektive Zündquellenvermeidung in der Praxis

ATEX-LogoUnsere Ingenieure berücksichtigen bei der Planung und Installation von lufttechnischen Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen systematisch alle potenziellen Zündquellen. Der Fokus liegt darauf, dass selbst im Störfall keine ausreichende Zündenergie freigesetzt wird. Zu den kritischen Maßnahmen gehören:

Ihr Partner für umfassenden Explosionsschutz

Die Marke LET®meschede steht seit über 45 Jahren für Zuverlässigkeit und Fachkompetenz im Bereich industrieller Absaugtechnik und Explosionsschutz. Wir bieten nicht nur hochwertige Anlagen, sondern auch die notwendige Expertise, um ein stimmiges und sicheres Gesamtkonzept zu gewährleisten.

Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ihrem spezifischen Explosionsschutzbedarf und den Details der Zündquellenvermeidung in Ihrer Anlage.


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